Rudolfinerhaus Privatklinik GmbH
Billrothstraße 78
1190 Wien

Regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind entscheidend, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und die Sehfähigkeit langfristig zu erhalten. Sie sollten ab der Geburt bis zum Ende der Schulzeit sowie ab dem 40. Lebensjahr jährlich erfolgen; ab 60 zusätzlich zur Kontrolle altersbedingter Veränderungen. Neben der Sehschärfeprüfung ermöglicht ein Augenscreening die frühzeitige Diagnose zahlreicher Erkrankungen, oft bevor Symptome auftreten.
Ein besonderes Augenmerk gilt dem Glaukom (Grüner Star), einer schmerzlosen Erhöhung des Augeninnendrucks, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Symptome entstehen erst, wenn ein Großteil der Sehnervenzellen zerstört ist – daher ist Früherkennung essenziell. Zur Diagnostik gehören die Messung des Augeninnendrucks, die Beurteilung des Sehnervenkopfs sowie gegebenenfalls Gesichtsfeld- und OCT-Untersuchungen. Auch ein Normaldruckglaukom kann vorliegen, weshalb die Untersuchung des Sehnervs immer notwendig ist.
Da das Auge Einblick in das Gefäßsystem bietet, können auch internistische und neurologische Erkrankungen früh erkannt werden, etwa Diabetes, Bluthochdruck, Multiple Sklerose, Rheumatische oder Schilddrüsenerkrankungen . Besonders bei Diabetes und Bluthochdruck sind regelmäßige Kontrollen wichtig, um Netzhautschäden ohne frühe Symptome zu vermeiden.
Ein vollständiges Screening umfasst Sehschärfenmessung, Tonometrie und die Untersuchung der Augenabschnitte mittels Spaltlampe; weitere Tests können ergänzt werden. Für eine vollständige Untersuchung werden meist pupillenerweiternde Tropfen verwendet, die die Sehfähigkeit für mehrere Stunden beeinträchtigen – Autofahren ist in dieser Zeit nicht erlaubt. Eine Sonnenbrille kann danach angenehm sein.