Rudolfinerhaus Privatklinik GmbH
Billrothstraße 78
1190 Wien

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) betrifft die Makula, den Punkt des schärfsten Sehens, und ist eine der häufigsten Ursachen für schwere Sehbehinderungen im Alter. Typische Symptome sind nachlassende zentrale Sehschärfe, verzerrtes Sehen (krumme Linien) und dunkle Flecken im Blickfeld; das periphere Sehen bleibt erhalten.
Es gibt zwei Formen: trockene AMD und feuchte AMD. Die trockene AMD schreitet langsam voran, ist nicht behandelbar und führt nicht zur Erblindung, muss jedoch alle 3–6 Monate kontrolliert werden, da sie in die aggressive feuchte Form übergehen kann. Die feuchte AMD entwickelt sich schneller und erfordert eine rasche Behandlung. Veränderungen werden früh mittels Netzhautuntersuchung an der Spaltlampe und OCT-Aufnahmen erkannt; ergänzend können Netzhautfotos eingesetzt werden.
Für die feuchte AMD steht die IVOM-Therapie (intravitreale Medikamentengabe) zur Verfügung. Sie hemmt krankhaftes Gefäßwachstum und Undichtigkeiten, die die Sehverschlechterung verursachen. Durch rechtzeitige, regelmäßige Injektionen können Verlauf und Sehverschlechterung deutlich gebremst und die Sehschärfe oft sogar verbessert werden. Zu Beginn erfolgen meist monatliche Behandlungen, später verlängern sich die Intervalle je nach individuellem Verlauf. Im ersten Jahr sind durchschnittlich etwa acht Injektionen nötig. Die Behandlung erfolgt unter sterilen Bedingungen mit vorheriger Betäubung des Auges. Nach der IVOM kann man nach Hause gehen, sollte aber zunächst nicht selbst Auto fahren.
Die IVOM wird nicht nur bei feuchter AMD, sondern auch bei diabetischem Makulaödem sowie Makulaödemen nach Gefäßverschlüssen eingesetzt.