Aktuelle Meldungen

Hier finden Sie aktuelle Meldungen über das Rudolfinerhaus

< Alle Meldungen
10. September 2018

Erfolgreiche Punkt-Prävalenz-Untersuchung

Nosokomiale Infektionen sind Infektionen, die im Zuge eines Aufenthaltes oder einer Behandlung im Krankenhaus auftreten können. Sie zählen zu den häufigsten Komplikationen in der medizinischen Versorgung. Das ECD („European Center for Disease Prevention and Control“) schätzt, dass in europäischen Krankenhäusern jedes Jahr etwa 4,1 Mio. Patienten an einer nosokomialen Infektion erkranken. Auch das zunehmende Problem der Antibiotika-Resistenz von Krankheitserregern hat bedeutende Konsequenzen.

Prävalenzuntersuchungen sind ein gutes und relativ einfaches Werkzeug, um mit günstigem Aufwand-Nutzen-Verhältnis einen Überblick über das Vorkommen von nosokomialen Infektionen („healthcare-associated infections“, HAI) und die Anwendung von Antibiotika in Krankenanstalten zu erhalten.

In den Jahren 2010–2012 wurde daher vom  ECDC, gemeinsam mit nationalen Experten, die erste standardisierte, gesamteuropäische „Point Prevalence Study“ (PPS, Punkt-Prävalenz-Untersuchung) konzipiert und initiiert. Punkt-Prävalenz bezeichnet man die Anzahl der zu einem bestimmten Untersuchungszeitpunkt Erkrankten.

Österreich, als Teil des europäischen HAI-Net („Healthcare-associated Infections Surveillance Network“), beteiligt sich seit 2010 an der Entwicklung der PPS und die RUDOLFINERHAUS Privatklinik hat bereits im Jahr 2012 an der ersten Untersuchung teilgenommen. Nach 2015 wurde nun auch 2017 wieder eine PPS (Punkt-Prävalenz-Untersuchung) durchgeführt.