Angiographie-0056

Verengungen der Herzkranzgefässe sowie auch anderer Arterien des Körpers (Halsschlagader, Beingefässe…u.a.) sind Erkrankungen, die sehr viele Menschen betreffen. Ursachen sind mannigfaltig – genetische Neigung, hohe Cholesterin- und Blutfettwerte, Diabetes, Rauchen, Stress und hoher Blutdruck zählen dazu.

Durch die Herzkatheteruntersuchung kann ein Kontrastmittel in die beiden Herzkranzgefässe injiziert werden, wodurch Gefässverengungen oder Verschlüsse durch Cholesterinkristalle, Kalk oder auch Blutgerinnsel (bei einem Herzinfarkt) diagnostiziert und meist auch sofort erfolgreich im Sinne einer Ballondehnung behandelt werden können. Nach dieser Dehnung durch einen kleinen Kunststoffballon (PTCA) erfolgt fast immer der Einbau eines Stents – einer winzigen Gefäßstütze aus Metall, die mit speziellen Medikamenten beschichtet ist, um das behandelte Gefäß offen zu halten.

Als bahnbrechende Innovation wurde am Rudoflinerhaus von Anfang an der Katheterzugang über die Arteria radialis  vom Handgelenk aus gewählt. Diese Technk hat den großen Vorteil, die Sicherheit der Patienten durch deutlich geringere Gefäß- und Blutungskomplikationen zu erhöhen und andererseits auch den Untersuchungskomfort durch das Wegfallen der Bettruhe zu verbessern.

OPTIMALE KOOPERATION MIT DER HERZCHIRURGIE DES AKH WIEN
Liegen zahlreiche Verengungen der Herzkranzgefässe vor, ist eine Bypassoperation für die Patienten die bessere Therapiemöglichkeit. Auch bei verengten oder undichten Herzklappen ist die Herzchirurgie (Klappenersatz oder Klappenreparatur) Standard der operativen Versorgung dieser Krankheitsbilder. Die Entscheidung über die weitere Behandlung erfolgt gemeinsam mit den erfahrenen Herzchirurgen des AKH Wien, sodass der Patient nahtlos bestmöglich versorgt werden kann.

Dr. Thomas Brunner

+43-1-36036-6421
Stellvertretender Ärztlicher Direktor